Wo in NRW lebst du und warum gefällt es dir da?
Ich lebe in meiner Heimatstadt Solingen und liebe die Mischung aus Natur und Ruhe einerseits und der schnellen Anbindung zu Köln und Düsseldorf andererseits. Für mich ist das perfekt – Rückzug und Kulturangebot liegen hier nah beieinander.
Womit beschäftigst du dich und warum?
Ich bin Musikerin und schreibe über alles, was mich bewegt. Im Moment viel über Ängste und darüber, sie zu überwinden. Musik ist für mich die ehrlichste Art, Dinge zu verarbeiten und mit anderen zu teilen.
Welche Veranstaltung in NRW sollten wir auf keinen Fall verpassen?
Wer Lust auf gute Bands hat, sollte die Ritus-Reihe im Kulturschlachthof Düsseldorf nicht verpassen. Jedes Mal ein Garant für einen guten Abend und eine superliebe Community.
Wen sollten wir unbedingt mal kennenlernen?
Definitiv meine Band – Julian Müller, Janis Rosanka und Dale Lohse –, sie sind nicht nur großartige Musiker, sondern auch die Menschen, die mich auf Tour beschützen (kann sehr hilfreich und manchmal leider notwendig sein als Frau), bei jeder noch so verrückten Idee dabei sind und denen ich zu 100 % vertraue.
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass Kunst und Kultur wieder mehr Wertschätzung und Förderung bekommen. Nach meiner Tour in Holland habe ich gesehen, wie sehr dort investiert wird. Deutschland sollte sich davon etwas abschauen – Kultur ist unser gemeinsames Erbe. Das sollte nicht zusammengestrichen werden.
Was du uns oder der Welt schon immer sagen wolltest …
Passt gut aufeinander auf. Kultur, Räume, Menschen – nichts davon ist selbstverständlich. Und bleibt neugierig – geht öfter mal auf ein kleines Konzert. Wir leben davon, aber ihr auch. 🙂
Suzan Köcher wurde mit ihrer Band Suzan Köcher’s Suprafon im Oktober 2025 mit dem popNRW-Preis in der Kategorie „Outstanding Artist“ ausgezeichnet.
Foto: Nadia Wardi
