5. 3. 2026

Von Big Tech bis Rechtsruck: c/o pop Convention 2026

Am 16. und 17. April 2026 bringt die c/o pop Convention wieder einen großen Teil der deutschen Musikbranche in Köln zusammen. Gemeinsam mit vielen Partner:innen aus der Branche kümmert sie sich um die brennendsten Themen rund ums Pop-Business und aus der Musikwirtschaft, verknüpft Leute und Szenen und gibt Tipps, die Gold wert sind (oder bald Gold wert sein könnten). Einige Highlights stellen wir euch vor.

„Brandbeschleuniger KI, Demokratie und das kreative Ökosystem“ lautet der Titel der Keynote von Matthias Hornschuh, der im Anschluss mit dem Medienwissenschaftler Prof. Dr. Martin Andree das Thema „Big Tech“ vertiefen wird. Das Panel „DE&I unter Druck: Was bedeutet der Rechtsruck für die Musikbranche?“ bringt Vertreter:innen der Initiative Barrierefrei Feiern sowie verschiedener Förderinitiativen und -projekte zusammen. In der Runde „Mehr Punk wagen?!“ sprechen Timo Warkus (Team Scheisse), Kay Voges (Intendant des Schauspiels Köln) und Elke Kuhlen (Festival Direktorin der c/o pop) mit Aida Baghernejad (Moderatorin) über die Zusammenhänge von Kunst, politischer Verantwortung und kultureller Resilienz im Zeichen eines gesellschaftlichen Rechtsrucks. Das Panel „Der Club Euro“ stellt ein neues Solidaritätsprogramm vor, das in Köln derzeit auf die Beine gestellt wird. Hier geht es darum, mithilfe eines Fonds kleineren Spielstätten aus Finanzierungsengpässen zu helfen und damit gleichzeitig auch Newcomer:innen zu fördern.

Ein Teil des Programms wird in Kooperation mit Partnern realisiert.

Das New-Talent-Programm, das in diesem Jahr erstmals von der GVL gefördert wird, bietet gemeinsam mit popNRW und dem VUT West 16 Sessions an, unter anderem Masterclasses zu SoundOn, Bandcamp und YouTube.

Auch die VUT Indie Days finden 2026 wieder im Rahmen der c/o pop Convention statt – mit zwei Roundtables, zwei Workshops und einem Panel, präsentiert vom Verband der unabhängigen Musikunternehmer:innen (VUT). Highlights hier sind der Roundtable „Beyond the Gatekeepers“, bei dem es um Direct-to-Fan-Vertriebswege geht, die Partnerschaften wiederbeleben und uns von Gatekeepern unabhängiger machen, und ein Workshop, präsentiert vom VUT West, bei dem sich alles um Musikrechte und KI, Vergütung, GEMA, Lizenzmodelle, Plagiatsrisiken und Rechteketten dreht.

Die PRO MUSIK Konferenz, die am Donnerstag ebenfalls wieder Teil des Programms sein wird, beschäftigt sich mit den dringendsten Fragen und Anliegen von Musikschaffenden – beispielsweise fairer Bezahlung, der Vereinbarkeit von Familie und Karriere – samt 1:1-Beratung für Artists.

Beim Konferenztag des PopBoard NRW am Freitag lautet das Motto: „Pop needs you“. Hier wird es u.a. um rechtsstaatlich robuste und handlungsfähige Kulturförderung gehen, um die lokale Popkultur- und Musikszene und um die Bedürfnisse des Pop-Standorts NRW.

Mit der TINCON lädt die Konferenz für digitale Jugendkultur auch 2026 wieder alle zwischen 13 und 25 Jahren bei kostenfreiem Eintritt in die benachbarte Pattenhalle auf zwei Bühnen und mehreren Workshop- und Gaming-Bereichen mit einem vielfältigen Programm ein. Die TINCON kann auch mit dem Convention-Ticket besucht werden.

Die  c/o pop Convention wird gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mehr Infos