Wie lassen sich Klimaziele so vermitteln, dass Menschen nicht nur informiert, sondern zum Handeln motiviert werden? Das Kölner Projekt „Sommer Sonne Solar“ des gemeinnützigen Vereins ökoRAUSCH Think Tank setzt auf die Kraft von Kunst, Kultur und Design, um Akzeptanz für erneuerbare Energien zu schaffen und die Energiewende im Alltag erlebbar zu machen. creative.nrw unterstützt das Projekt als Medienpartner.
Von Juni bis Oktober 2026 verwandelt die Initiative den Kölner Stadtbezirk Ehrenfeld in ein Experimentierfeld für kreative Klimakommunikation. Ausgangspunkt ist eine zentrale Herausforderung: Obwohl Photovoltaik für die Klimaneutralität Kölns eine wichtige Rolle spielt, sind bislang nur 6 Prozent des vorhandenen Potenzials ausgeschöpft. „Sommer Sonne Solar“ begegnet diesem Thema nicht allein mit Informationsangeboten, sondern verbindet Wissensvermittlung mit künstlerischen Interventionen, partizipativen Formaten und innovativem Storytelling.
So entwickeln Schüler:innen gemeinsam mit dem Studio Quack Solarskulpturen, die im öffentlichen Raum ausgestellt werden und mittels Photovoltaik-Modulen Strom erzeugen. Darüber hinaus bringt die eigens für das Projekt geschaffene Kunstfigur „Ray“ das Thema Solarenergie auf kreative Weise in den Stadtraum. Mit performativen Aktionen und einem solarbetriebenen Kostüm macht sie erneuerbare Energien sichtbar, erfahrbar und nahbar.
„Sommer Sonne Solar“ setzt auf positive Narrative, Beteiligung und ästhetische Zugänge. Damit zeigt der ökoRAUSCH Think Tank e.V., wie Kunst, Kultur und Design gesellschaftliche Transformationsprozesse aktiv mitgestalten können, und macht das Potenzial der Zusammenarbeit von Kultur- und Kreativwirtschaft, Bildung und Klimaschutz sichtbar.
Neben den künstlerischen Formaten umfasst das Projekt Vorträge, Workshops, Beratungsangebote und sogenannte Solarpartys, die gemeinsam mit Partnern wie der Verbraucherzentrale Köln, der Solaroffensive Köln und der Stadt Köln umgesetzt werden. Ziel ist es, möglichst viele Menschen für die Nutzung von Solarenergie zu begeistern und so die Energiewende vor Ort voranzubringen. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.



