Mit der Manifesta 16 Ruhr werden zwölf Nachkriegskirchen in vier Städten des Ruhrgebiets zu Orten für zeitgenössische Kunst, Architektur, Social Design und Begegnung. Unter der Leitidee „This is not a church“ untersucht die europäische nomadische Biennale noch bis zum 4. Oktober 2026, wie leerstehende oder wenig genutzte Kirchen neu gedacht und zu zivilgesellschaftlichen Ankerpunkten in ihren Stadtteilen werden können.
Durch neue künstlerische Auftragsarbeiten, durch Communities getragene Initiativen und kollaborative Forschungsprojekte präsentiert die Biennale zwölf Beispiele dafür, wie ehemalige Kirchen in Ausstellungsräume, Gärten, Konzerthallen, Kunstschulen, Textilwerkstätten, Kulturzentren und Orte des bürgerschaftlichen Engagements umgewandelt werden können.
Die Manifesta 16 Ruhr versteht sich dabei als Inkubator für urbanen und gesellschaftlichen Wandel. Sie verbindet Kultur mit Stadtentwicklung und lokalen Communities und zeigt, wie kreative Prozesse dazu beitragen können, öffentliche Räume zurückzugewinnen, neue Begegnungen zu ermöglichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Ergänzend zur Hauptbiennale bringt das Programm Manifesta 16+ diesen Ansatz mit 16 basisorientierten Projekten in sechs weitere Städte des Ruhrgebiets. Unter den ausgewählten Beiträgen ist u.a. das Projekt „Das Morgen gestalten: Offene Türen, neue Gemeinschaften“ von die Urbanisten e.V. (creatives.spaces 2020) aus Dortmund.
In der gesamten Projektlaufzeit sind insgesamt 67 neue Produktionen von 107 Beteiligten aus mehr als 25 Ländern zu sehen. Der Besuch der zwölf Hauptorte sowie das umfangreiche Begleitprogramm mit Workshops, Veranstaltungen, Familienangeboten und Spaziergängen sind kostenlos.
Die Manifesta findet alle zwei Jahre an einem anderen Ort in Europa statt. Auf Einladung der Gastgeberstädte und -regionen wendet sich die Biennale mit künstlerischen Projekten, urbanen Experimenten, architektonischen Interventionen und einem breiten Vermittlungsprogramm an ein regionales und internationales Publikum.
Motiv: Arca, 2026 © Pele Collective. Foto © Manifesta 16 Ruhr / Rainer Schlautmann



