Das EIT Culture & Creativity hat die Ausschreibung „Innovation Projects“ gestartet: Bis zu 10,5 Millionen Euro werden für Unternehmen bereitgestellt, die mit wirkungsvollen, marktnahen Innovationen Fuß fassen und wachsen möchten. Die Ausschreibung richtet sich an Start-ups, Scale-ups und KMU in drei der strategisch wichtigsten Kreativbranchen Europas: Mode, Architektur und audiovisuelle Medien. Bis zu elf Projekte werden in der Umsetzungsphase gefördert, wobei pro Projekt bis zu 900.000 Euro zur Verfügung stehen.
Die Hintergründe: Die Modebranche steht unter Druck, lineare, umweltschädliche Produktionsmodelle hinter sich zu lassen. Die Architektur verfügt über Instrumente zur Klimaanpassung und sozialen Innovation, doch oft fehlt es ihr an der geschäftlichen Infrastruktur, um diese in großem Maßstab einzusetzen. Der Bereich der audiovisuellen Medien wird durch generative KI schneller umgestaltet, als viele Akteur:innen darauf reagieren können. In all diesen Branchen können vielversprechende Lösungen zwar technisch validiert sein, aufgrund von Lücken beim Kundenzugang, bei der Markteinführungskapazität, bei Partnerschaften und beim Wachstumskapital kommt es dennoch zu Verzögerungen beim Markteintritt. Die Ausschreibung „Innovation Projects“ will dabei helfen, validierte Lösungen in Produkte und Dienstleistungen umzuwandeln, die von den Kund:innen in großem Maßstab angenommen werden.
Zu den thematischen Schwerpunkten der Ausschreibung zählen kreislauforientierte Textiltechnologien, biobasierte Baustoffe und verantwortungsvolle KI für die Erstellung von Inhalten sowie weitere Innovationen, die in direktem Zusammenhang mit den Zielen der EU für den ökologischen, digitalen und sozialen Wandel stehen.
Die Ausschreibung läuft in zwei Phasen ab. Für Phase 1 können sich einzelne Unternehmen bewerben. Ausgewählte Antragsteller:innen erhalten 20.000 Euro, um einen vollständigen Geschäftsentwicklungsplan zu erarbeiten. Die überzeugendsten Pläne gehen in eine vollständige Umsetzungsphase von bis zu 18 Monaten über, bei der mindestens ein Kooperationspartner beteiligt ist.
Bewerbungen für Phase 1 sind bis zum 30. Oktober 2026, 17:00 Uhr möglich. Am 7. Oktober 2026 findet um 10:00 Uhr ein Webinar statt.



