12. 5. 2026

creative.projects 2026 ausgezeichnet

creative.projects 2026 Presieverleihung: Gewinner:innen mit Ministerin Neubaur

Ein Kartenspiel, das gesellschaftliche Konflikte verhandelt, biologisch abbaubare und individuell gestaltbare Urnen sowie ein Bildungsprojekt, das insbesondere jungen Frauen den Zugang zu Tech-Berufen erleichtert: Das sind die drei neuen creative.projects, die am 11. Mai 2026 in der TRUDI Kreativ-Kathedrale in Essen von creative.nrw ausgezeichnet wurden. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur überreichte vor rund 70 Gästen die mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und einem einjährigen Mentoring verbundenen Auszeichnungen, die bereits zum vierten Mal vergeben wurden.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur erklärte dazu: „Wer gesellschaftliche Fragen ernst nimmt, kommt oft zu den klügsten wirtschaftlichen Antworten – das zeigen diese drei Projekte auf beeindruckende Weise. Ein Spiel, das demokratische Prozesse erlebbar macht. Eine Urne, die aus dem Tod etwas Lebendiges schafft. Ein Bildungsangebot, das jungen Frauen Türen in die Tech-Welt öffnet. Das ist keine Nischenkultur – das ist Nordrhein-Westfalen auf der Höhe der Zeit. Genau solche Gründerinnen und Gründer brauchen wir, und genau dafür ist creative.projects da.“

creative.nrw-Projektleiterin Ines Rainer sagte: „Die neuen creative.projects 2026 beweisen erneut, welch vielfältige Ideen Kreative haben, um gesellschaftlich relevante Herausforderungen anzugehen. Mit Mut zu unkonventionellen Lösungen beweisen diese Gründer:innen beispielhaft, dass ein nachhaltigeres und damit zukunftsfähiges Wirtschaften möglich ist.“

Die creative.projects 2026:

Althing von Zoe Heuschkel und Dennis Daseking aus Bonn
Ein kartenbasiertes Erzählspiel, in dem Spielende gemeinsam gesellschaftliche Konflikte verhandeln. Durch kollektives Storytelling erleben sie demokratische Prozesse, Perspektivwechsel und Entscheidungsfindung aktiv.

Erde zu Erde von Sascha Kruse aus Bergisch-Gladbach
Ein künstlerisch-ökologisches Projekt, das biologisch abbaubare Urnen aus Lehm mit individueller Gestaltung verbindet. Ergänzend bietet es Workshops zur Vorsorge und Trauerarbeit, die die persönliche Auseinandersetzung mit dem Lebensende fördert.

FemReality von Paulina Porten, Marina Müller und Pauline Reimers aus Köln
Ein Bildungsprojekt, das Jugendliche – besonders junge Frauen – für Technik begeistert. Durch kreative Workshops, Spiele und Projekte stärkt es Selbstvertrauen und Zugang zu Tech-Berufen.

Die Auswahl der Gewinner:innen erfolgte durch eine hochkarätige Jury: Cedric Schmaldienst (Kompetenzplattform KI.NRW), Simone Stachelhaus (IHK zu Essen), Janine Steeger (ecosign – akademie für nachhaltiges design), Ersin Üstün (BRYCK Startup Alliance) und Johanna Breuckmann (creative.nrw).

Purpose & Fokus

Im Rahmen der Veranstaltung berichtete Sanja Zündorf in einem Impuls über ihre Erfahrungen als Gründerin – ihr Start-up entzück dich selbst wurde 2025 als creative.project ausgezeichnet. Wer sich mit einer Idee selbstständig machen und damit Geld verdienen wolle, müsse vor allem die Frage des Purpose, des „Warum“ klären. Wichtig sei es ebenfalls, Sales Skills zu entwickeln. Grundsätzlich gelte aber: einfach machen!

Im Anschluss tauschte Sanja Zündorf sich mit Tim Betzin aus – er ist Co-Gründer und CEO der Eventplattform Rausgegangen und Mentor für die Schweiferei, ebenfalls ein creative.project des Jahrgangs 2025. Neben dem Purpose kristallisierte sich hier ein zweiter Schwerpunkt heraus, der kreative Projekte zu wirtschaftlichen Erfolgen macht: den Fokus auf den Kern der Idee zu behalten. Tim Benzin berichtete, dass seine Mentorentätigkeit ihn selbst mit neuer Energie versorge – auch als langjährig aktiver Unternehmer sei es wichtig, eine Gründer-Mentalität zu erhalten, um das Unternehmen mit neuen Ideen weiterzuentwickeln.

Moderiert wurde der Abend von der Musik- und Popkulturjournalistin Maike de Buhr.

An Infoständen präsentierten sich das Essener Kreativwirtschaftsnetzwerk Kurti und das digitale Koproduktionslabor KoLab aus Dortmund.

Im Anschluss an die Preisverleihung nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich beim Netzwerk-Abend auszutauschen. Prof. Dr. Daniel Lorberg, Vizepräsident der Hochschule der bildenden Künste Essen, stellte zudem in einer Führung die TRUDI Kreativ-Kathedrale als neues Herz des Kreativ Campus Essen City.Nord vor – hier haben u.a. Studierende der HBK Essen ihre Ateliers.

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Fotos: Bozica Babic