Wo in NRW lebt ihr und warum gefällt es euch da?
2014 sind wir von Karlsruhe nach Köln gezogen. Im Vergleich zu unserer Heimat in Baden-Württemberg sind die Kölner:innen insgesamt viel offener. Gerade als queere Menschen können wir uns hier freier und vergleichsweise unbeobachtet bewegen. Wir lieben außerdem die reiche Kunst- und Kulturszene hier, denn für jeden Bereich wird hier viel geboten.
Womit beschäftigt ihr euch und warum?
Wir entwickeln Konzepte und realisieren Medienproduktionen in den Bereichen Illustration, Games und Animationsfilm sowie alles dazwischen. Für uns steht dabei weniger das Medium an sich im Mittelpunkt, sondern mehr, warum und wie etwas erzählt wird. Dabei interessieren uns vor allem (queer-)feministische Perspektiven und historische Kontexte. Generell wollen wir mit unserer Arbeit unseren Beitrag für eine offene und diverse Gesellschaft leisten.
Welche Veranstaltung in NRW sollten wir auf keinen Fall verpassen?
Jeden ersten Donnerstag im Monat ist der Eintritt in die Kölner Museen frei. Zumindest wer in Köln wohnt, kann sich da inspirieren lassen und etwas Kultur in Köln ganz kostenfrei entdecken. Auch Veranstaltungen rund um das Schauspiel Köln am Carlswerk können wir empfehlen. Die Gamescom, insbesondere die Indie Booth Arena, ist als Games-Fan natürlich ein Muss. Und seit knapp einem Jahr gibt es ein Abomodell, mit dem man diverse Programmkinos in NRW kennenlernen und sich immer wieder von neuen und alten Filmperlen überraschen lassen kann.
Wen sollten wir unbedingt mal kennenlernen?
Hier in NRW gibt es so viele tolle Kreativschaffende, die es lohnt kennenzulernen. Ob bei Kreativstammtischen, Networking Events oder Festivals wie zuletzt der Illu25. Wir erleben die Kreativszene Köln bzw. NRW als super offen und unterstützend. Darum haltet einfach die Augen offen, nutzt die Gelegenheit, Menschen und ihre Kunst zu entdecken und kennenzulernen.
Was wünscht ihr euch für die Zukunft?
Wir wünschen uns, dass wieder mehr in die Kunst- und Kulturszene investiert wird. Eine Gesellschaft braucht Kultur, um zu wachsen. Gerade in Kunst und Kultur steckt oft eine Innovationskraft, die auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen genutzt werden kann. Außerdem kann sie Menschen auf ganz wundersame Weise zusammenführen – in Zeiten, die eher von Isolation und Spaltung geprägt sind.
Was ihr uns oder der Welt schon immer sagen wolltet …
Mutig sein, für sich selbst und für andere einstehen, zahlt sich immer aus.
Unter dem Titel „Medienkompetenz in Zeiten von Radikalisierung: Ein Multiplayer-Game als Lösung?“ präsentieren Elena Wiener und Josefine Maier, moderiert von creative.nrw-Projektleiterin Ines Rainer, ihr interaktives Projekt „MERKMAL:RADIKAL“ am 20. August 2025 im Rahmen der gamescom auf dem Stand der Film- und Medienstiftung NRW.
Foto: Studio Zweisiedlerkrebs
